Indien ist ganz Ohr: Das deutsche HNO-/Akustiker Team kommt

Zum zweiten Mal geht es Anfang November für die vier Akteure nach Adimali.

Jetzt gibt's was auf die Ohren: und zwar medizinische Hilfe. Das deutsche Team, bestehend aus der HNO-Facharztpraxis Dr. med. Klingebiel und Frau Hatice Gül-El-Sharif, ihrem Mann dem Physiotherapeuten Imad El-Sharif und den beiden Hörgeräteakustikmeistern Uwe und Christian Heckhuis von der Firma heckhuis gutes hören GmbH, reist zum zweiten Mal nach Indien, um hilfsbedürftige Kinder und Erwachsene medizinisch und mit Hörgeräten zu versorgen. In den ersten beiden Novemberwochen geht es von Adimali über Munnar nach Marayoor. Dort wird Halt gemacht, um von weit her angereisten Patienten zu helfen. Die Bevölkerung wurde bereits im Vorfeld über die Anreise informiert. Es wird mit einem großen Andrang neuer Patienten gerechnet. Aber auch die Nachbetreuung bereits versorgter Patienten wird gewährleistet. „Die Einstellung von Hörgeräten müsse man regelmäßig kontrollieren ggf. nachjustieren“, sagt Uwe Heckhuis. Bei der Tour geht es immer tiefer in den Dschungel Indiens - weg von der Zivilisation. Die Ausrüstung für Untersuchungen und Hörgeräteanpassungen sind dabei stets mit im Gepäck.

Es ist der zweite Aufenthalt auf dem asiatischen Subkontinent für das Team. „Beim ersten Mal war alles Neuland“, erklären die Vier. Es sei nicht immer ganz einfach unter den klimatischen und räumlichen Bedingungen zu arbeiten, doch dieses vergisst man schnell, wenn so vielen Menschen nach langjähriger Schwerhörigkeit geholfen werden kann. Die abenteuerliche Reise für den guten Zweck wird begleitet von dem Vereinsvorsitzenden Hilfe für Adimali, Sebastian Karthikapallil und seiner Frau Gracy. „Die beiden helfen uns, mit Helfern und Patienten zu kommunizieren“, erläutert Christian Heckhuis. „Indien ist geprägt von unterschiedlichen Sprachen und wieder abweichenden Dialekten, wie Hindi oder Tamilisch“, ergänzt die HNO-Fachärztin Hatice Gül-El-Sharif. Ohne Sebastian und Gracy, die auch viele organisatorische Tätigkeiten übernehmen, wäre diese Tour nur schwer möglich.

Dass die Reise selten einen Moment zum Ausruhen bieten wird, zeigt die Erfahrung. Damals hatte das Team ganz schön viel um die Ohren. „Schon am ersten Tag drängten sich bis zu 150 Patienten in den Fluren des Krankenhauses Morning Star“, erinnert sich Physiotherapeut Imad El-Sharif. Unter ihnen befinden sich auch viele Kinder, die durch chronische Mittelohrentzündungen oder erbliche Krankheiten ihr Hörvermögen verloren haben. Neben den Kindern kommen auch viele Frauen. „In Indien ist die Alkoholikerrate unter Männern sehr hoch“, sagt Uwe Heckhuis. „Die Frauen kommen zu uns, da sie im Rausch von ihren Männern meist mit der flachen Hand aufs Ohr geschlagen werden und dadurch schwerhörig geworden sind oder an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit leiden.“

Es gibt aber auch viele schöne Erinnerungen. „Die besten Momente waren natürlich die, in denen man wenig Hoffnung hatte und doch noch helfen konnte. Insbesondere bei den kleineren Patienten die erstmalig nach dem Ansprechen wieder reagierten“, erzählt Uwe Heckhuis lächelnd.

Ein Hörsystem ist für die Inder in der Regel unbezahlbar, es entspricht fast einem Jahreseinkommen. Finanziert wird das Projekt deshalb hauptsächlich in Eigenleistung durch die „heckhuis gutes hören GmbH“ sowie der HNO-Facharztpraxis Dr. Klingebiel und Frau Gül-El-Sharif. Des Weiteren durch die Altgerätespenden von unseren Kunden und den Schwerter Bürgern. Diese alten Hörsysteme werden aufgearbeitet und umprogrammiert. Auch die alten Ohrpassstücke finden Verwendung. Diese werden individuell vor Ort umgearbeitet. Die beiden Hörgeräteakustikmeister haben durch viel Improvisation und Ausprobieren ihre Arbeitsschritte optimieren können, sodass Sie diese Zeit dort noch effektiver nutzen können. Im letzten Monat vor dem Abflug werden noch organisatorische Dinge geklärt, wie das Verschicken von Materialien und Geräten und das Besorgen der Visa. Ganz besonders wichtig seien Spenden von alten Hörgeräten und Ohrpassstücken. Diese können in den Hörakustikfachgeschäften heckhuis gutes hören und GUT HÖREN abgegeben werden. „Je mehr Spenden wir an Hörsystemen bekommen, desto größer ist der Erfolg“, sagt Hörgeräteakustikmeister Christian Heckhuis. „Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen zu helfen, vor allem Kindern, die haben ihr ganzes Leben noch vor sich. Dazu brauchen wir die Spenden“, sagt HNO-Fachärztin Frau Hatice Gül-El-Sharif.

 

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